Gemeindeentwicklung

Was ist Gemeindeentwicklung?

Die Gemeindeentwicklung ist Förderungsinstrument des Freistaats zur Sicherung und Verbesserung der Standort- und Lebensqualität für eine nachhaltige Zukunft in den Dörfern und Gemeinden des ländlichen Raums. Die Dörfer sollen für die Zukunft im Hinblick auf Wandel der Demographie, Sozialstruktur und Agrarstruktur sowie Energiewende gestärkt werden (Bayerisches Dorfentwicklungsprogramm).
In einer Gemeindeentwicklung wird der Handlungsbedarf in allen Dörfern der Gemeinde ermittelt. Auf dieser Grundlage werden die Maßnahmen nach Dringlichkeit sowie den zeitlichen und finanziellen Möglichkeiten der Gemeinde und des Amtes für Ländliche Entwicklung festgelegt.

keine übliche Objektplanung
- sondern gemeinschaftliche Planung
- die Bürger planen mit und machen sich Gedanken über ihren Lebensraum "Dorf"     
- „Ganzheitlich“, allumfassend
- Visionen mit Bodenhaftung

Gefördert und gestärkt werden sollen:
- die örtlichen Bedingungen für Landwirtschaft
- Bewusstsein für dörfliche Lebenskultur und Heimat
- interkommunale Zusammenarbeit
- ökonomische, ökologische, soziale und kulturelle Potentiale
- Innenentwicklung der Dörfer
- sparsamer Umgang mit Boden
- eigenständiger Charakter von Dorf und Landschaft
- Beiträge zum Klimaschutz, Energiewende 

Was passiert, wenn nichts passiert?

Demographie
- starke Zuwanderung ohne Integration ins Dorfleben
- Überalterung, Vergreisung des Altortes
Landwirtschaft + Gewerbe + Wirtschaft
- Rückzug der Betriebe
- Leerstände, Unternutzung
- "Pendlerdörfer"
Teilung der Dörfer
- Neubausiedlung/Alt
- Neubürger – Integration
- Baumängel Altort/Leerstände
Grundversorgung
- Wegfall von Einkaufsmöglichkeiten etc.
Flächenverbrauch
- durch Baugebiete im Außenbereich
Lage zur Metropolregion/Anbindung/ Mobilität
- Der ländliche Raum wird abgehängt
- Verschlechterung ÖPNV

→ den Abwärtstrends entgegenwirken
→ Attraktivität steigern

Der Prozess der Gemeindeentwicklung